Burbacher Hütte
Burbach (Deutschland)
Das Werk


saarstahl Werk Burbach (Photo: 8.5.2015 jmo)



Historique - Geschichtlicher Überblick
1844

Der Zollverein führt einen Einfuhrzoll für Eisen nach Deutschland ein.
Für belgisches Eisen wurde dieser Zoll für 6 Jahre auf die Hälfte gesetzt.

Gelegentlich der Erneuerung des Zollvereins, 1853, wurde diese Vergünstigung aufgehoben. Die belgische Einfuhr, welche bis dahin 47% der Gesamteinfuhr von Eisen nach Deutschland betrug, fiel 1860 auf 9%.

Dies veranlaßte den Bau der Burbacher Hütte: Verhüttung von Luxemburger Eisenerz mit saarländischer Kohle.

(LL: 4.5.1962)

   
   
22.6.1856 Fondation de la

Société en participation des Forges de Sarrebruck

Gründung der Saarbrücker Eisenhüttengesellschaft

durch luxemburgische Industrielle und Parlamentarier, u.a. Viktor Tesch, François Majerus und Nikolaus Berger,
François Krewinckel, Luxembourg, banquier
Pierre Giraud, maître de forges à Lasauvage
Charles Collart, maître de forges à Steinfort
Norbert Metz, maître de forges à Eich (Metz et Cie)
Hippolyte Trémouroux, Nivelles, administrateur de la Providence,
Charles de Haussy, Fontaine-l'Evêque, gouverneur de la Banque de Belgique
Guillaume Stock, Bruxelles, ancien intendant du domaine Arenberg
Charles Biouge, Charleroi, avocat et président du conseil d'administration de la Providence
Léopold de Paul de Barchifontaine, Marchienne-au-Pont, administrateur de la Providence
Théopile Ziane, directeur de la Providence à Marchienne-au-Pont
Jean Joseph Labbé, maître de forges à Gorcy
Comte de Hunolstein, Hombourg (Moselle)
1856 - 60


François Majerus, Direktor der Burbacher Hütte

   
1857 Inbetriebnahme der Kokerei
   
1860 - 79 Nicolas Flamm, Direktor
   
1862 Transformation en / Umwandlung in

Société des Mines du Luxembourg et des Forges de Sarrebruck
   
1864 Auguste Namur, ingénieur (ECP en 1859) à la Société Anonyme des Forges de Sarrebruck
   
  Luxemburger Bergwerks und Saarbrücker Eisenhütten A.G.
6.1878

Luxembourg

La cessation presque complète des expéditions vers la France et le ralentissement de la fabricationen Westphalie, nous forcent depuis quelque temps à restreindre un peu la production, pour ne pas mettre en magasin. ...

Dommeldange et Sarrebruck qui qui consomment eux-mêmes n'ont que peu ralenti.

(Le Fer. Revue métallurgique commerciale et financière - N°22 - 2.6.1878)

   
1879 - 1901 Hans Rudolf Seebohm, Direktor
   

1882

- 1901 (?)

Carl Theobald Jung (+ 1901 Burbach), Leitung der Hochöfen
   
7.5.1885 Henri Muller, ingénieur à Burbach, devient chef de fabrication aux Usines de Rodange
   
<=1895

Jean Reuter, Ingenieur Aachen, Ingenieur zu Burbach

(LLWB: 1.9.1895)

   
<=1897

Raters Guillaume, ingénieur à Burbach

(LIL: 30.3.1897)

   
1897

Le Conseil d’administration, dans sa séance du mois de février 1897, sur le rapport de la Direction, a décidé d’installer à côté de l’aciérie des mélangeurs. - Bau von Mischern neben das Stahlwerk

(Meyer Jean - Mélangeurs, 1897)

   
2.1901 Schmeltzer Th., Ingenieur der Burbacher Hütte, Burbach bei Saarbrücken
   
1901 - 02 Jos. Ott, Direktor
   
1902 - 18? Edmund Weissdorff, Direktor
   
<=2.1902

Schilling Wilhelm, Hochofendirektor der Burbacher Hütte, Burbach bei Saarbrücken

   
1903 - ? Eugène Heynen, Hochofendirektor (aus Luxemburg)
   
1904

ARBED - Burbach - Kokereianlagen

Zwecks weiterer Verbesserung der Qualität des Saarkokses, welche derjenigen des Ruhrkokses nicht gleichkommt, wurden die Kohlenwäschen auf der Ostanlage im Jahre 1930 durch Einbau von Grobkorn-Nachwäschen vervollständigt und liefern somit eine Kokskohle von etwa 7% Asche. Die Gleichmäßigkeit der Kokskohle, die aus zahlreichen Rohkohlensorten hergestellt werden muß, wird durch Bunker mit vielen Unterabteilungen und einem Gesamtfassungsraum von etwa 10.000 t gewährleistet.

„Still-Recklinghausen" errichtete 1915 auf der Ostanlage eine Benzolfabrik, welche an die Kokereien der Ost- und Westanlage angeschlossen ist und monatlich 1000 t Reinbenzol und dessen Homologen destillieren konnte. Diese Anlage wurde dauernd verbessert und vergrößert.

In den Jahren 1948 bis 1952 wurde die Kohlenaufbereitungsanlage weiter modernisiert.

Kokerei Ostanlage

1925-1926 wurden die 1904 erbauten Flammöfen durch eine moderne „Evence-Coppee"-Batterie mit 60 Öfen ersetzt. 1934 wurde eine Batterie „Koppers" mit 40 Kreisstrom-Verbundöfen erstellt und 1935 wurde die eben erwähnte „Coppée"- Batterie von der Firma Koppers auf 60 Kreisstrom-Starkgasöfen umgebaut. Diese 100 Öfen sind, wie alle Burbacher Koksöfen, für Stampfbetrieb der Kohle eingerichtet zwecks Erzielung einer größeren Koksfestigkeit und haben auf der Ausstoßseite des Kokses eine Schrägrampe, wo der mit Wasser gelöschte Koks in die Begichtungsdrehkübel abgezogen und gewogen wird. Die beiden gegenüber liegenden 100 Otto-Regenerativöfen wurden 1936/37 umgebaut.

 

Kokerei Westanlage

An den 5 Otto-Batterien mit Nebenprodukte-Gewinnung mit zusammen 200 Abhitzeöfen, Baujahre 1904, 1906 und 1910, und 850 t Tageserzeugung wurde, durch Erhöhung der Öfen, die Tagesleistung gesteigert. Diese 5 Gruppen wurden später durch 3 moderne Otto-Batterien ersetzt, die entlang des Erzbunkers gestellt wurden, sodaß der von der Schrägrampe der Koksbatterien in Drehkübel abgezogene Koks direkt von den Begichtungskatzen der Hochöfen abgeholt werden konnte.

Die erste dieser Batterien, Nr. I mit 54 Öfen, war Anfang August 1939 fertig, konnte jedoch wegen des nahen Kriegsausbruches nicht in Betrieb genommen werden. Sie wurde 1940 in Betrieb gesetzt. Die beiden Batterien II und III kamen 1942 bzw. 1943 in Betrieb.

Die Anlagen der Nebenproduktegewinnung für Benzol und seine Homologen, Ammoniak, Rohteer und Rohnaphtalin wurden jeweils mit der Kokerei ausgebaut und verbessert. Die Koksanlage West erhielt 1952 neben dem vorhandenen Kohlensilo einen neuen überdeckten Kohlenlagerplatz mit einem Fassungsvermögen von 10 000 t Kohlen.

Von 1926 an konnte bereits auf den Bezug von Fremdkoks der Saargruben verzichtet werden.

Im Jahre 1933 baten mich meine Kollegen der Saarhütten, ihre Vertretung bei den Saargruben und der Regierung im „Schutzverein für die Schwerindustrie" zu übernehmen.

Wagener Alphonse (LL: 25.5.1952)

   
<=1906 Félix Schroeder, Leiter der pyrotechnischen Abteilung im Laboratorium der Burbacher Hütte
   
1906 Übernahme der Kalköfen Bübingen durch die Burbacher Hütte
1.1907 Seebohm Willi, Dipl.-Hütteningenieur und Assistent im Walzwerk der Burbacher Hütte, Saarbrücken, Kanalstraße 4
   
4.1908 Arendt Max, Dipl.-Ing., Burbacher Hütte bei Saarbrücken
   
1910

Edmond Weisdorff à Sarrebruck, directeur gérant

(Inscription au registre aux firmes N° 123 - Du 22 juillet 1910)

 

Société anonyme des mines de Luxembourg et des Forges de Sarrebruck, siège social: Bruxelles ; siège et direction des minières: Esch-s.-Alz.

Fabrication de fer et d'acier et toutes les industries qui s'y rattachent.

Capital social : 6.000.000 fr.

Conseil d'administration:
Hubert Müller-Tesch, Esch s. A., président et administrateur-délégué ;
Tony Dutreux, ingénieur, Celle Saint Cloud ;
Louis Barbanson, industriel à Bruxelles;
Numa Ensch, avocat, à Arlon et
Norbert Le Gallais, industriel à Luxembourg.

Directeur gérant: Edmond Weisdorff à Sarrebruck.

Directeur des minières: Edmond Muller à Esch s Alz.

Société anonyme créée par acte du 19 juillet 1862 ; la société est représentée en justice par le président du Conseil d'administration; la société est engagée par la signature de l'administrateur-délégué et du directeur-gérant.

(Inscription au registre aux firmes N° 123 - Du 22 juillet 1910)

   
   
30.10.1911

Constitution de la société ARBED (Aciéries réunies de Burbach-Eich-Dudelange) suite à la fusion de:

   
<=10.1912 Schreyer Kurt, Dipl-Ing., Betriebsingenieur der Vereinigten Hüttenwerke Burbach-Eich-Düdelingen, Saarbrücken 2, Breitestraße 11
   
1911 - 1.5.1918 Eugen Heynen, Hüttendirektor
   
1912 Übernahme des Blechwalzwerkes Hostenbach durch ARBED-Burbach
   
1913 Umbauprojekt der Hütte
   
   
1918 - 22 Leon Kugener, Hüttendirektor
   
  8 Hochöfen mit einer Tagesproduktion von 1200 t
Koksbatterie mit 400 Öfen
   
1922 - 25 Pierre Pelkes, Hüttendirektor
   
1923 Mayer Arthur, Betriebsingenieur der Burbacherhütte
   
1924 6 Hochöfen mit Dampfaufzug und Handbegichtung (I-VI) und 2 Öfen mit 21.000 t Erzbunker, Elektroaufzug und Handbegichtung (VII-VIII), Die tägliche Roheisenerzeugung der einzelnen Öfen schwankt zwischen 150-170 t.
   
1924 Ausführung des Umbauprojektes
Neue Koksbatterie mit 60 Öfen
Ausbau des Walzwerkes
usw
   
1924 Alfons Wagener, Hochofenchef
   
1925 - 1939 Alphonse Wagener, Hüttendirektor
   
<=1927 Eichhorn Emil, Dipl. Ing., Burbacherhütte, Saarbrücken 5, Hüttenstraße 48
   
? - 10.1927

Louis Ensch, Fabrikationschef in Burbach (danach Chefingenieur der Belgo-Mineira)

(LW: 15.10.1927)

   
<=4.1929 Kieffer Nikolaus, Dipl.-Ing., Burbacherhütte, Wiebelskirchen (Saar), Neunkirchener Straße 40
   
<=5.1930 Graff Alfons, Dipl.Ing., Burbacherhütte, Saarbrücken 5, Ottstraße 10
   
  Französische Erz kommen aus den eigenen Gruben Maxéville, Droitaumont, Errouville, Bois-du-Four, u.a. werden in 240 t Schiffen auf dem Marne-Saarkanal nach Burbach befördert, dort von einem Kran in Selbstentladewagen verladen, und zu den Bunkern gebracht
   
<=1937 Bourggraff Robert, Dipl.-Ing., Vereinigte Hüttenwerke Burbach- Eich-Düdelingen, A.-G., Abt. Burbacherhütte, Saarbrücken 5; Wohnung: Hüttenstraße 47
   
5.1938

Das 1. Sinterband Dwight Lloyd System Lurgi, Frankfurt/Main mit einem Band von 25 x 2 = 50 m2 Sinterfläche, wurde im Mai 1938 in Betrieb gesetzt.

(LL: 25.5.1962)

   
2.9.1939

Saarbrücken wird evakuiert

Alfons Wagener, Hüttendirektor und mit ihm etwa 30 luxemburgische Ingenieure und Angestellte verlassen Deutschland

(LL: 21.6.1957)

 

Da die ARBED ihre Betriebe bereits stark eingeschränkt hatte, konnte nur ein Teil von ihr übernommen werden. Die übrigen wurden in Belgien, Frankreich und in Argentinien bei dem ARBED-Werk Talleres Metalurgicos San Martin untergebracht.

(d’Lëtzeburger Land: 15.6.1962)

   
1.10.1939 - 30.9.1945 Heinrich Berve, Direktor der Burbacher Hütte
   
<=2.1941 Klinck Christian, Dipl.-Ing., Vereinigte Hüttenwerke Burbach-Eich-Düdelingen A.-G., Abt. Burbacher Hütte, Saarbrücken 5; Wohnung: Waldstraße 8
   
5.1941

Das 2. Sinterband Dwight Lloyd System Lurgi, Frankfurt/Main mit einem Band von 25 x 2 = 50 m2 Sinterfläche war noch Ende 1939 im Bau und wurde im Mai 1941 angefahren.

(LL: 25.5.1962)

   
22.3.1946 - 28.2.1954 Pierre Chomé, Direktor der Burbacher Hütte
   
3.1954 René Dondelinger, Direktor der Burbacher Hütte
   
1.1959 - ? Léon Schuler, Direktor der Burbacher Hütte
   
   
   
   
   
   
1.7.1971

Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH

Fusion der Völklinger Hütte RESW mit der Burbacher Hütte

   
   
   
1.7.1982

Fusion Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH und Neunkircher Eisenwerk AG zu ARBED-Saarstahl GmbH

   
1986 Saarstahl Burbach
   
   
9.2021

First low-carbon steel from Saarstahl Ascoval arrives in Saarland


The train with the first reduced-carbon steel from Saarstahl Ascoval arrives at Saarstahl's Burbach plant. (Photo: 24.9.2021; Copyright: Saarstahl)

From the outside the steel ingots – known in the industry as steel billets – look like ordinary steel. But the delivery of these billets is a special first: the first delivery of low-carbon steel from Saarstahl Ascoval, the new Saarstahl subsidiary in the north of France (Saint-Saulve), has arrived at the Burbach works. There they are rolled into wire and delivered to the first customers in the construction industry.

   


saarstahl Werk Burbach (Photos: 8.5.2015 jmo)


Saar Stahlbau - BHSW Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH, Burbach (Photos: 8.5.2015 jmo)


Usine d'Hostenbach Blechwalzwerk - Usine de Burbach / Burbacher Hütte - Moulin à scories / Schlackenmühle Stiring-Wendel - Carrières de Spicheren - Kalköfen / Fours à chaux de Bübingen (Collection: industrie.lu)


Usine de Burbach - Arbed - Columeta - succursale à Paris, 126 Boulevard Haussmann - 1923 (Collection: industrie.lu)


Burbacher Hüttenwerk - um 1913 (Carte postale: Originaldruck Reinicke & Rubin, Dresden 40521; Collection: industrie.lu)


Burbacher Hüttenwerk - 22.10.1915 (Carte postale: Originaldruck Reinicke & Rubin, Dresden 40521; Collection: industrie.lu)
zurück! Ansichtspostkarten nach dem Ausland unzulässig.
(Hier Schweiz)


Burbacher Hüttenwerk (Carte postale: Collection: industrie.lu)


Burbacher Hütte (Collection: industrie.lu)


Ein Teil der Hochöfen der Burbacher Hütte - um 1920 (Collection: industrie.lu)


Thomasschlackenmühle (in Schoeneck ?) der Burbacher Hütte - um 1920 (Collection: industrie.lu)


Abteilung Burbach der Vereinigten Hüttenwerke B.E.D. (Archives Camille Aschman - Collection famille Aschman-Bodson)


Pub Usine de Burbach - 1858
(Courrier du Grand-Duché de Luxembourg N° 119 - 3.10.1858)


Die Burbacher Hütte im Jahre 1857. (Aus: Daten aus der Luxemburgischen Eisenindustrie, n° VII. - Zusammengestellt von Camille Aschman, A-Z, 1935 - Collection famille Aschman-Bodson)


Schweißwerke des Burbacher Hüttenwerks, um 1875


Burbacher Hütte um 1930 (Quelle: AZ)


Locomotives électriques / Elektroloks ARBED-Burbach No 6, 15, 16, 7 (Photo: 2.3.1978 Richard A. Bowen)


Rail de Burbach (Photo: 5.9.2001 jmo)

 

Transporteur aérien de la carrière de pierres calcaires de Spicheren vers Bübingen / Sarre / Drahtseilbahn vom Kalksteinbruch Spicheren nach Bübingen / Saarland

La carrière est abandonnée depuis 1944

 

Info: Jérôme Greff http://cpn.lesfaucons.free.fr


ARBED - Services de Schoeneck (Moselle) - Quittance / Permis d'enlèvement 20.1.1949 (Collection: Marcel Schlim)


Profil-Album der Luxemburger Bergwerks- und Saarbrücker Eisenhütten-AG - Burbacher Hütte bei Saarbrücken - Ausgabe 1907 mit Nachtrag 1910 (Collection: industrie.lu)


Société anonyme des Hauts-Fourneaux de Rumelange - Expédition des wagons N° 13476 (12,5 t) et N° 26762 (15 t) qualité: fonte / Guss OM - à la Burbacher Hütte, Burbach / Saar - 21.3.1905 (Collection: industrie.lu)


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ARBED-Burbach

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