Zeppelin
Friedrichshafen / Bodensee (Deutschland)
zu Lëtzebuerg, an doriwwer eraus
au Luxembourg, et au-delà
in Luxembourg, and beyond

in Luxemburg, und darüber hinaus

 


Historique - Geschichtlicher Überblick
   
   
 
   
   
20.11.1909

Lenkbare Luftschiffe zum erstenmal in unserer Gegend.

Samstag Vormittag 9 Uhr 10 Minuten stiegen in Köln am Rhein die Militärluftschiffe Groß 2 (M. II) und Parseval 1 (P. I.) zur Übersiedelung nach Metz auf. Sie fuhren rheinaufwärts bis nach Koblenz, von wo sie dann dem Laufe der Mosel folgten. In Trier sollte gegebenenfalls eine Landung auf dem Eurener Exerzierplatz stattfinden. Tausende Menschen bevölkerten die Straßen und die öffentlichen Plätze, die Fenster und die Dächer. Tausende machten sich auf zum Exerzierplatz, um der Landung zuzusehen. Zwei Bataillone Soldaten hatten dort einen großen Platz neben dem Hügel an der Landstraße abgesperrt. Der Hügel selbst war dem Publikum freigegeben, das von dort aus einen herrlichen Ausblick nach allen Seiten genoß.

Um 12 Uhr 32 Minuten wurde Groß 2, den man deutlich an der Zigarrenform der Ballonhülle erkannte, über Ruwer sichtbar, einige Minuten später der zweite Ballon, Parseval 1, der an seiner stumpfen langgestreckten Form erkannt werden konnte. Über dem Turme der St. Gangolfkirche machten sie eine scharfe Wendung zur Mosel. Aus der Stadt erschollen brausende Hurrarufe, die von den Luftschiffern durch das Schwenken mit Tüchern beantwortet wurden. Die Propeller rasselten und bewegten sich blitzschnell wie Windmühlenflügel. Ihr unheimliches starkes Gesurre machte die Pferde in den Straßen unruhig und tat die Hunde bellen. Die modernen Riesenvögel, die zeitweise von einer Schar krächzender Raben umkreist wurden, flogen um 12 Uhr 56 über den Exerzierplatz, ohne zu landen. Das Wetter war so günstig, daß die Führer sich entschlossen, die Reise nicht zu unterbrechen. Die Ballons nahmen dann ihre Richtung weiter über Igel nach Wasserliesch, wo sie den Lauf der Mosel verließen und deutscherseits landeinwärts flogen. Für Wasserbillig, Mertert, Temmels, Grevenmacher, Wellen, Machtum und Nittel waren sie nicht im Tale sichtbar; nur zeitweilig wurden sie von Leuten, die sich auf der Höhe befanden, bemerkt. In der Nähe von Ahn erschienen sie wieder über dem Moselstrom. Die Bewohner von Niederdonven konnten die eleganten Bewegungen der gelben Riesenvögel deutlich wahrnehmen. In Ehnen und in Wormeldingen riefen die Luftkreuzer die lebhafteste Neugier wach und wurden von den Leuten jubelnd begrüßt. In Stadtbredimus und in Palzem wurden sie gegen halb 2 Uhr gesehen. Sie flogen so niedrig über den Remicher Wald, daß viele Zuschauer glaubten, eine Landung sei beabsichtigt. Man sah die Insassen deutlich und vernahm das Geräusch der Motoren, das sich mit dem Surren einer Dreschmaschine vergleichen läßt. Dann gings in flotter Fahrt über Remich und über die Moselortschaften Bech-Kleinmacher, Schwebsingen, Remerschen, Schengen u.s.w. dem Ziele zu. Um halb 3 Uhr landeten sie nach glänzender Fahrt bei der Ballonhalle in Frescaty bei Metz.

Nach der Landung ereignete sich unerwarteterweise an dem Militärluftschiff Groß 2 ein Zwischenfall, der für das Luftschiff wie auch für die Umstehenden leicht zu einer großen Katastrophe hätte führen können. Kurz vor der Einbringung des Luftschiffes in die Halle, unmittelbar nach dem Abstellen der Motoren, schlug plötzlich eine etwa einen Meter große helle Flamme aus der Gondel heraus. Er herrschte im ersten Moment eine begreifliche Bestürzung unter den Umstehenden, und es ertönte der Ruf nach dem Handlöschapparat, der jedoch nicht sofort zur Stelle war. Doch die sich in der Gondel befindenden Luftschiffer verloren die Geistesgegenwart nicht, sondern erstickten schnell die Flammen. Auf diese Welse wurde ein großes Unglück verhütet, denn die Gefahr einer Ballonexplosion war immerhin gegeben. Es stellte sich heraus, daß ausgelaufenes Benzin Feuer gefangen hatte. Wie es möglich sein konnte, daß dieser Benzinabfall sich entzündete, steht noch nicht fest. Der Zwischenfall wurde nur von den Nächststehenden beobachtet.

Metz beherbergt nunmehr je ein Luftschiff der drei anerkannten deutschen Systeme. Der dort stationierte Z 1 soll demnächst gegen den Kölner Z 2 ausgetauscht werden.

Zeppelin 2, der im nämlichen Augenblick mit Parseval 1 und Groß 2 in Köln aufgestiegen war, hatte eine Fahrt nach Aachen unternommen, er überflog mehrmals die Stadt und kehrte, ohne zu landen, nach Köln zurück.

(OMZ: 23.11.1909)


Die deutsche Luftflotte in Metz: M II, Zeppelin I., Parseval I.

20.11.1909


"Erster Flug eines Zeppelins über Luxemburg-Stadt" - Fotomontage (Collection: Etienne Clement)
Fotomontage mit einem Phantasiezeppelin mit merkwürdigem Bugruder (Barbara Waibel, Luftschiffbau Zeppelin GmbH)

   
   
11.1909
Luftschiffe und Aeroplane, getreue Nachbildungen der Modelle Zeppelin, Parseval, Wright, Farman, usw.

Warenhaus M. Knopf Luxemburg

(LW: 24.11.1909)
   
 
Zeppelin-Luftschiff Viktoria-Luise in Düsseldorf - Landung vor dem Palasthotel Breidenbacher Hof - um 1912 (Collection: Laurent Weber)
   
   
   
21.3.1915 7h30

Ein Luftschiff über Luxemburg.

Ein Luftschiff vom Typ "Schütte-Lanz" flog am Sonntag früh gegen halb 8 Uhr in nordöstlicher Richtung über unsere Stadt und landete später in Trier. Der ungewohnte Anblick hatte trotz der frühen Morgenstunde zahlreiche Neugierige auf die Beine gebracht. Das Luftschiff wurde anfänglich für einen Zeppelin gehalten.

(LBZ: 23.3.1915)

   
14.2.1916

Am Montag 14.2.1916 gegen 20 h überflog ein Zeppelin Wiltz in Richtung Nörtringen

(t: 17.2.1916)

   
   
   
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Zeppelin-Werft in Friedrichshafen / Bodensee - 2. von links: Ingenieur Kunnert Joseph (Source: Escher Aerodrom 1937 - 1954, Seite 43)

Kunnert Joseph, Ingenieur in der Zeppelinfabrik in Friedrichshafen / Bodensee
   
   
   
   
   
26.4.1930

"Graf Zeppelins" Englandfahrt.

Das Luftschiff zum zweiten Mal über Luxemburg.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag überflog “Graf Zeppelin" zum zweiten Mal, auf der Rückreise von London, unsere Hauptstadt. Über seine Reise liegen folgende Meldungen vor:

Basel, 26. April., Um 7.35 Uhr überflog das Luftschiff “Graf Zeppelin " auf seiner England-Fahrt bei ziemlich bedecktem Himmel Basel und verschwand kurz darauf in Richtung Mülhausen im Elsaß.

Friedrichshafen, 26. April. Das Luftschiff “Graf Zeppelin" befand sich um 8.50 Uhr über Besançon.

Friedrichshafen. 26. April. “Graf Zeppelin" hat um 9 Uhr 80 Dijon überflogen.

(t: 28.4.1930)

26.4.1930 Am Samstag 26.4.1930 gegen 23h30 überflog "Graf Zeppelin" von London kommend Luxemburg-Stadt in Richtung Friedrichshafen.
   
   
   
   
   
1940-44 Die Séjournéstraße in Luxembourg wird in Zeppelinstraße umbenannt
   
   

 

 

Zeppelinstraße, Deutsch-Oth - rue Guynemer, Audun-le-Tiche

 

Bibliographie
  Titel - Titre
Author - Auteur - Autor
Date
Edition - Verlag
Contents - Contenu - Inhalt
Pages- Seiten
ISBN
  "Haben Sie ihn gesehen?"
Faktenchek im Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH über die ersten Zeppeline, die über Luxemburg gesichtet wurden
Jeck Marc 10.9.2021 LW   p. 54  

Escher Aerodrom

1937 - 1954

65. Geburtstag der 1. Internationalen Fluglinie des Großherzogtums "London - Croydon - Esch/Alzette"

Asbl AMMI

Reichling Marcel
Kemp Alfred
Kuhn Robert

2003 Editions Le Phare   p. 19, 43 2-87964-063-6

Liens / Links
Aviation au Luxembourg, et au-delà - Aviation in Luxembourg, and beyond - Luftfahrt in Luxemburg, und darüber hinaus
www.zeppelin-museum.de

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