Société Anonyme des Usines de l'Espérance - Louvroil

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #154 von Kreisbahner
Moin moin,

erfreulicher Weise sind nun neue Dokumente zu der Halle aufgetaucht :)
Dabei handelt es sich um den Fragebogen den der Bauherr seinerzeit auszufüllen hatte. Ich habe den ausgefüllten Bogen transkribiert und dem Original angefügt. In dem angehängtem Bild sind beide Exemplare zu sehen. Demnach wurde die Halle 1913/1914 in Louvroil-Maubeuge gebaut. Durch die Firma Hein. Lehmann & Co. abgebrochen und in Willinghusen-Stemwarde wieder aufgebaut. Die Einzelheiten entnehmt ihr bitte den angefügtem Bild. Bereits am 22. Dezember 1917 wurde der Bau genehmigt.

Die Abkürzung <Wumba> im Dokument bedeutet Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt.





Bleiben die Fragen nach dem genauen Standort und wie ist dieses Konstrukt zustande gekommen. Es bleibt spannend.

Schönes Wochenende
Heiko Meusch

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #151 von jmo
Vielen Dank Heiko für diese weiteren Infos! Richtig gedreht macht das Bild mehr Sinn. Ich bin auch nicht damit klar geworden.

BDK könnte die Abkürzung für "Beauftrager des Kriegsministeriums" sein. Vielleicht findet man in einem Archiv sogar Informationen, über die No 8082 ...

Hier interessante Links:

www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item...NFG5ZB2UJKFOLY2CLEKE

books.google.lu/books?id=PTKCAwAAQBAJ&pg...que%20usines&f=false

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10 Jahre 7 Monate her #150 von Kreisbahner
Moin moin Jean-Marie,

ich habe mich heute etwas intensiver mit dem Foto der Halle und dem Plan beschäftigt. Nachdem ich dann die Schnittzeichnungen etc. verstanden habe, ergab sich, dass das <Spiegelverkehrt> von oben Blödsinn war, ansonsten würde das Foto nicht zum Plan passen. Das die Schrift auf dem Maueranker nicht lesbar ist liegt daran, der Maueranker liegt auf dem Kopf...Manche Dinge sind eben zu einfach, ich habe das Foto oben berichtigt.

Nun die Auszüge aus dem Foto, zuerst der Ausschnit der Ortschaft.




Und hier der Schriftzug, links original, rechts gedreht. Es muss BDK 8082 heißen.




Der Wagenkasten aus der Halle.




Auf dem obigen Bild nach dem Wiederaufbau in Willinghusen/Stemwarde scheinen die Fenster bis zum Boden zu reichen. Dies aber nur weil dort Hebeböcke für Fahrzeuge abgestellt sind. Ein Bild vom Wiederaufbau aus dem Jahr 1918 zeigt deutlich, die Fenster sind wie bei der Aufnahme vor dem Abbau und dies entspricht auch dem Plan.




Beste Grüße aus dem sonnigen Norddeutschland
Heiko

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #149 von jmo
Moien Heiko,

Dies ist sehr interessantes Puzzle!

Wäre es möglich Vergrösserungen folgender Details zu bekommen:
  • - des "angehobenen Wagenkastens hinten links ist Brüssel L58537 geschrieben"
  • - des Teils der Ortschaft rechts oben neben der Halle vor dem Umzug
  • - des Schriftzuges (BDK 8082)
  • - der Fensterpartien vor und nach dem Umzug. Die Fenster scheinen nach dem Umzug bis zum Boden zu reichen. Wie sind die Fensterpartien auf dem Plan gezeichnet?


Vielen Dank im Voraus!

MfG,

Jean-Marie

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #148 von Kreisbahner
Moin moin Jean-Marie,

gerne stelle ich weitere Details zu meinem Anliegen zur Verfügung. Als erstes der Schriftzug von dem Plan oben links. Es handelt sich bei dem Plan um Bauwerk M4a.




Unten rechts im Plan findet sich folgender Schriftzug. Ich stehe bereits mit der Firma in Kontakt und erhoffe mir weitere Einzelheiten zu den damaligen Geschehnissen.




Den Standort der Halle zeigt das folgende Bild. [strike]Das Originalbild ist spiegelverkehrt abgezogen worden, ansonsten könnte man den Schriftzug (BDK 808S) auf dem Maueranker im Vordergrund nicht entziffern. [/strike] Ich habe heute nochmal das Bild und und den Plan verglichen, das mit dem <Seitenverkehrt> war Blödsinn, sorry dafür. Ich habe es jetzt in der richtigen Form hochgeladen. Auf der Rückseite des Bildes steht nur Frankreich oder Belgien 1917




Ein zweites Bild zeigt die Innenaufnahme der Halle bei den Demontagearbeiten. Warum die untere linke Ecke fehlt wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Auf dem angehobenen Wagenkasten hinten links ist Brüssel L58537 geschrieben.




Nach dem Wiederaufbau der Halle in Willinghusen/Stemwarde zeigte sich folgendes Bild. Es sind seinerzeit noch einige Anbauten dazu gekommen.




Das sind bisher alle meine belegbaren Unterlagen. Von mittlerweile Verstorbenen Angestellten der Kleinbahn wurde mir erzählt, dass die Halle Beutegut sein soll. Natürlich könnte die Halle auch woanders als in Louvroil gestanden haben und von der Société Anonyme des Usines de l'Espérance hergestellt worden sein.

Ich bin gespannt ob sich die damalige Sachlage um die Halle aufklären wird.

Viele Grüße
Heiko

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #146 von jmo
Hallo Heiko,

Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag!


Hier einige Zusatzfragen von mir:

Es wäre schon interessant herauszufinden, warum die Halle nach Kriegsende nicht wieder zurückging?

Hier ein Beispiel aus Luxemburg: So wurde das Thomas Stahlwerk Trith-St. Leger im von Deutschland besetzten Teil Nordfrankreichs von den Deutschen in Steinfort / Luxemburg wiederaufgebaut.
1919 wurde das Thomas Stahlwerk in Steinfort / Luxemburg wiederabgebaut und ging wieder zurück nach Trith-St. Leger.
War es die Regel, oder die Ausnahme, daß es ein Hin und Zurück gab?


War es sicher eine Halle vom Standort der Société Anonyme des Usines de l'Espérance in Louvroil oder kann es auch eine von der Société Anonyme des Usines de l'Espérance in Louvroil gebaute/geplante Halle gewesen sein die anderswo stand? Wäre es zur Klärung dieser Frage möglich Detailscans von den Beschriftungen oben links und unten rechts vom Plan, so wie Bilder der Halle am Ursprungsstandort zu erhalten?

Vielen Dank im Voraus!

MfG,

jmo

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10 Jahre 7 Monate her - 10 Jahre 7 Monate her #145 von Kreisbahner
Moin moin,

bei meinen Forschungen zur Südstormarnschen Kreisbahn haben sich Fragen zur Herkunft der Lokwerkstatt in Willinghusen-Stemwarde ergeben. Es hieß aus Übermittlungen, dass die Halle aus Frankreich oder Belgien deportiert sein soll. Durch Kontakte zu dem Enkel des damaligen Werkstattleiters habe ich zwei neue Fotos dieser Halle erhalten. Auf der Rückseite wieder die Frage Frankreich/Belgien? Über ein Archiv an der Eisenbahnlinie konnten nun erstmalig Baupläne dieser Halle gesichtet werden. Dort ist der Hinweis Société Anonyme des Usines de l'Espérance - Louvroil zu entnehmen. Über Google bin ich nun auf dieser tollen Seite gelandet und habe auch schon den Eintrag zu dieser Fabrik in Louvroil gefunden. Auch habe ich bereits einige Publikationen zu dieser Gegend heruntergeladen. Leider ist mein Französisch nicht besonders gut, so dass es etwas dauern wird, bis ich diese Publikationen übersetzt habe. Ich hoffe hier weitere Hinweise zu der Herkunft dieser Halle unserer kleinen Bahn zu erhalten. Kann mir hierzu jemand der geneigten Leserschaft etwas berichten? Ich bin über jedes kleinste Detail sehr dankbar und freue mich auf viele Kommentare.






Viele Grüße
Heiko Meusch

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