Schorenshof - Schorenshaff



Schorenshof - Schorenshaff (Photo: 22.10.2015 jmo)



Historique - Geschichtlicher Überblick
   
   
   
   
   
   
1883

Grevenmacher. Im verflossenen Jahre wurden, nach den Angaben der Merscher Zuckerfabrik, welche den Schorenshof gepachtet hat, auf diesem Gute 994.393 Kilos Zuckerrüben geerntet.

(OMZ: 5.3.1884)

   
1885 Grevenmacher, 14. Nov. Diese Woche ging die Zuckerrübenernte auf Schorenshof (zwischen Grevenmacher und Wecker) zu Ende. Das Gut ist von der Gesellschaft für Zuckerfabrikation zu Diekirch gepachtet. Die Ernte dauerte diesmal wegen des schlechten Wetters etwas länger, nämlich an 4 Wochen, gegen 14 Tage im vorigen Jahr. Wohl mehr als 50 Arbeitsleute von den Ortschaften der Umgegend waren beschäftigt. Bezahlt wurden 1-2 Fr. Tagelohn. Im Accord wurden 20 Fr. per Morgen bezahlt, für das Ausheben der Rüben aus der Erde, abschneiden des Krautes u.s.w. Ca. 80 Waggons à 200 Ctr. (=10 t) wurden in Wecker verladen. Voriges Jahr waren Verträge zur Anpflanzung von Rüben mit Feldeigentümern abgeschlossen und 30 Sous per Zentner gezahlt worden, wobei Mancher einen schönen Verdienst hatte. Dieses Jahr war Niemand mit der Anpflanzung von Zuckerrüben beauftragt worden.

(OMZ: 18.11.1885)
   
1887

Grevenmacher - Am 13. September wurde das Gut Schorenshof bei Grevenmacher, umfassend 85 Hektare Ackerland, 10 Hektar Wiesen, 30 Ares Gebäudefläche in öffentlicher Versteigerung für 85.000 Fr dem Metzger Mathias Losen in Trier zugeschlagen. Seiner Zeit waren einmal 100.000 Fr. für das Gut geboten. Die Eigentümer aber forderten 200.000 Fr.

Das große herrschaftliche Wohnhaus nebst 20 Ares Garten auf dem Marktplatze zu Grevenmacher fand zu dem angesetzten Preise von 35.000 Fr. keinen Liebhaber.

Auf die Mühle nebst Gebäulichkeiten, Maschinen u.s.w. und große Wiesencomplexen, waren nur 9.000 Fr. geboten, wofür der Zuschlag nicht erfolgte.

(OMZ: 16.9.1887)

   
1899

Grevenmacher 5. Dez. Ein Eigentümer von Potaschhof will auf seinem Felde auf der Höhe des Berges Eisenstein gefunden haben. Ein Bergmann, der viele Jahre im Erzbassin gearbeitet hat, hat erklärt, es sei der echte Minettstein nicht, sondern nur die obere Schichte, wie sie in den Minettebergen vorkommt. Unter dieser Steinschichte könne aber Minette liegen. Vor vielen Jahren wurde auch schon in dem Tale nach Schorenshof Eisenstein gefunden. Es wurde damals ein bischen nachgegraben und dann die Sache aufgegeben. Das Wasser, das bei Schorensborn aus den Wiesen kommt, ist eisenhaltig, was man an seiner roten Farbe sieht. Es ist also Eisen im Boden vorhanden, ob aber bedeutend genug, um eine Ausbeute zu lohnen, wer weiß das?

(OMZ: 5.12.1899)

   
1904

Kauf des seit längerer Zeit leerstehenden Schorenshof durch Lehnertz - Meyers aus Lellig

Preis: 65.000 fr

52 Ha Land

(OMZ: 26.1.1904)

   
<=1914, 1918 Lehnertz, Schorenshof
   
7.1918

Kauf des Schorenshof durch Meyers, Landwirt (aus Manternach?)

(LW: 22.7.1918)

   
8.1918

Kauf des Schorenshof durch Charles Lettal - Lentz, Grevenmacher

Parzellenpreis: 1 Fr / m2

(OMZ: 13.8.1918)

   
1920

Kauf des Schorenshof durch Willy Eßlen, Kaufmann in Rotterdam

Preis: 250.000 fr

(OMZ: 8.5.1920)

   
1925 Willy Eßlen, Schorenshof, président du conseil d'administration de Falux
   
1926

Distillerie Eßlen

Wecker 14. Sept. Eine neue Industrie ist hier im Entstehen begriffen. Herr Willy Eßlen von Schorenshof erwarb vor geraumer Zeit ein landwirtschaftliches Anwesen an der Landstraße Grevenmacher - Biver. Aus demselben wurde nun eine Großbrennerei errichtet. Der Neubau ist vollendet. Um die Abfallstoffe der Brennerei zu verwenden, wird dort ebenfalls eine Schweinezüchterei nach dem modernsten System errichtet.

(LW: 14.9.1926)

   
8.1934

Unterhalb von Wecker neben der dort befindlichen Schweinemästerei des Herrn Eßlen, hat der Besitzer eine moderne Wurstfabrik errichtet. Die gemästeten Tiere sollen künftig an Ort und Stelle verwertet werden.

(LW: 28.8.1934)

8.1934

Von den Kräutern auf die Schweine! Der Besitzer von Schorenshof, Herr Eßlen, geht bereits den Weg, der ... für unsere Eisenindustrie als unumgänglich dargestellt wird. Er macht aus dem Rohstoff, den er nicht mehr leicht absetzt, Fertigware. Er verarbeitet die Schweine an Ort und Stelle zu Wurst, anstatt wie bisher, dem Ausland dieses Aufarbeiten und den daraus entstehenden Gewinn zu überlassen.

(OMZ: 31.8.1934)

   
<=1935
Saucisse et conserves du Schorenshof - Produits de Viande Schorenshof sàrl, Wecker (Publicité en tôle M.B.; Collection: Romain Gaspar)

Fondation / Gründung :

Fleischwarenfabrik Schorenshof in Wecker, durch Willy Eßlen
   
9.9.1938 Décès de Willy Esslen, propriétaire du Schorenshof
   
   
1949 Versteigerung des Schorenshof
   
   
   
   

 

 

 

 


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